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06.04.2013 - Lausitzer Rundschau, Heike Lehmann Übersicht | Drucken

Lücken im Verkehrsnetz aufgedeckt

Finsterwalde und Hochschule Lausitz legen aktuelle Mobilitätsanalyse vor

Finsterwalde. Vom heutigen Arbeitnehmer wird viel Mobiliät erwartet. Tagtäglich rollen Arbeitnehmer von A nach B, um an ihren Arbeitsplatz zu kommen. Etwa 13 300 Menschen verlassen dafür den Elbe-Elster-Kreis, mehr als zum Arbeiten herkommen. Nicht immer klappt das bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Lausitzer Rundschau, Heike Lehmann - Verkehrsangebote zu optimieren, will sich jetzt der Regionale Wachstumskern Westlausitz, zu dem die Städte Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg gehören, vornehmen. Finsterwalde hat im Verbund mit den Kommunen der Sängerstadtregion, dem Landkreis Elbe-Elster und der Hochschule Lausitz untersucht, wie es um die infrastrukturelle Anbindung der Region Finsterwalde bestellt ist. Dabei stützte man sich auch auf eine Fragebogenaktion zum Mobilitätsverhalten der Einwohner. Leider gab es von etwa 40 000 Menschen, die in und um Finsterwalde leben, nur einen Rücklauf von 100 ausgefüllten Fragebögen. Die Ergebnisse sind dennoch interessant.

Um zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz zu kommen, benutzen zwei Drittel das eigene Fahrzeug. Für private Erledigungen sind es gar drei Viertel. Durchschnittlich werden 213 Kilometer pro Woche mit dem Pkw zurückgelegt. Im Freizeitbereich spielen Bus und Bahn – im Gegensatz zum Berufsverkehr – fast keine Rolle. Die Hälfte der Befragten nutzt den ÖPNV überhaupt nicht, was Finsterwaldes Wirtschaftsförderer zu dem Schluss bringt: "Zeit und Geld werden auf der Straße vergeudet." Immerhin mehr als 70 Prozent der Befragten wünschen sich eine bessere Verkehrsanbindung durch Bus und Bahn. Und 80 Prozent würden, auch wenn sich ihr Weg zur Arbeit oder Lehrstelle weiter verschlechtern sollte, lieber in der Sängerstadtregion wohnen bleiben. "Um die müssen wir uns mehr kümmern", sagt der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) und gibt damit die Stoßrichtung für ein eventuelles Mobilitätskonzept vor.

Denn, will man öffentliche Verkehrsmittel nutzen, tun sich durchaus deutliche Lücken auf. Die Bahnanbindung nach Berlin und Dresden wird als unzureichend empfunden. Es gibt eine Diskrepanz zwischen Schüler- und Berufsverkehr und kaum Züge und Busse in späten Abendstunden. Es taucht die Frage auf, warum der Gewerbepark Massen nicht in die Stadtlinie Finsterwalde eingebunden ist.

Jens Endler von der Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH sieht die Prämissen im Busverkehr bei der Schülerbeförderung. Er sagt: "80 Prozent unserer Fahrgäste sind Schüler – 4000 täglich." Um eine bessere Abstimmung mit der Bahn bemühe man sich seit Jahren ohne ernsthaften Erfolg.

Zum Thema:

Es kehren mehr Menschen dem Elbe-Elster-Kreis der Arbeit halber den Rücken, als dafür nach Elbe-Elster einrollen. Es pendeln etwa 13 300 Berufstätige aus dem Landkreis Elbe-Elster in andere Regionen. Mehr als 2230 EE-Einwohner arbeiten allein im Oberspreewald-Lausitzkreis. 1200 Menschen fahren werktags bis Cottbus.Im Gegenzug kommen nur 5500 Menschen zum Arbeiten nach Elbe-Elster. Heike Lehmann


Andreas Egeresi, 09.04.2013, 10:27 Uhr

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